Katarakt · Grauer Star

Moderne Diagnostik. Individuelle Linsenwahl.

Eine Katarakt ist eine Eintrübung der natürlichen Augenlinse. Das Sehen wird häufig unscharf, kontrastärmer und blendempfindlicher. Wenn die Einschränkung im Alltag zunimmt, kann eine Operation sinnvoll werden.

Wir legen Wert auf verständliche Aufklärung, sorgfältige Voruntersuchung und eine transparente Trennung zwischen gesetzlicher Versorgung, freiwilliger Zusatzdiagnostik und individuellen Linsenoptionen.

Linsenoptionen ansehen
Kataraktoperation mit Operationsmikroskop
Grundlagen & Behandlung

Den Grauen Star verstehen.

Nicht jede Linsentrübung muss sofort operiert werden. Maßgeblich ist, wie stark sie Ihren Alltag beeinträchtigt.

01

Was ist eine Katarakt?

Die natürliche Augenlinse bündelt Licht, damit auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht. Bei einer Katarakt trübt sie sich zunehmend ein.

Typische Beschwerden
  • Verschwommenes oder nebliges Sehen
  • Nachlassende Sehschärfe
  • Geringere Kontraste und blassere Farben
  • Stärkere Blendempfindlichkeit, etwa bei Sonne, Scheinwerfern oder Nachtfahrten
  • Häufig wechselnde Brillenwerte
  • Zunehmende Unsicherheit beim Lesen, Autofahren oder in unbekannter Umgebung
02

Wie wird sie behandelt?

Wenn die Katarakt deutlich stört, wird die getrübte natürliche Linse entfernt und durch eine dauerhaft im Auge verbleibende Kunstlinse ersetzt.

Vorher besprechen wir, ob vor allem Ferne, Zwischenbereich oder mehrere Entfernungen unterstützt werden sollen. Keine Kunstlinse erfüllt alle Wünsche ohne mögliche Kompromisse.

03

Die Katarakt-Voruntersuchung

Wir beurteilen die Katarakt, berechnen die Kunstlinse möglichst präzise, erkennen Begleiterkrankungen und legen mit Ihnen eine passende Linsenstrategie fest.

Typische Voruntersuchungen
  • Augenärztliche Untersuchung der vorderen und hinteren Augenabschnitte
  • Beurteilung der Sehschärfe und der aktuellen Beschwerden
  • Vermessung des Auges zur Berechnung der Kunstlinse
  • Einschätzung von Hornhaut, Netzhautmitte und Hornhautendothel
  • Beratung zu Linsenoptionen, Brillenbedarf und realistischen Erwartungen
  • Schriftliche Kostenaufklärung bei freiwilligen Zusatzleistungen oder besonderen Linsenoptionen
Entstehung & Verlauf

Warum wird die Linse trüb?

Die Augenlinse besteht aus transparenten, geordneten Strukturen. Verändern sich Linsenfasern und Eiweiße, wird Licht zunehmend gestreut statt klar auf der Netzhaut gebündelt.

Der Verlauf ist individuell: Eine Katarakt kann über Jahre langsam zunehmen oder sich unter bestimmten Voraussetzungen schneller entwickeln.

01

Natürliche Alterung

Am häufigsten verliert die Linse mit zunehmendem Alter allmählich ihre Klarheit. Dieser Prozess entwickelt sich meist langsam und kann beide Augen unterschiedlich stark betreffen.

02

Diabetes und Stoffwechsel

Ein Diabetes mellitus kann die Entwicklung einer Katarakt begünstigen oder beschleunigen. Eine gute allgemeine und augenärztliche Kontrolle bleibt deshalb wichtig.

03

Medikamente und Entzündungen

Eine längerfristige Behandlung mit Kortison sowie bestimmte Entzündungen des Auges können eine Linsentrübung fördern. Medikamente sollten niemals eigenständig abgesetzt werden.

04

Verletzungen und Voroperationen

Verletzungen, frühere Eingriffe am Auge oder Strahleneinwirkung können ebenfalls zu einer Katarakt führen – manchmal erst mit zeitlicher Verzögerung.

05

Angeborene Formen

Selten besteht eine Katarakt bereits bei der Geburt oder entwickelt sich im Kindesalter. Diese Formen müssen gesondert und häufig zeitnah beurteilt werden.

Der richtige Zeitpunkt

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine Katarakt muss bei Erwachsenen nicht allein deshalb operiert werden, weil sie sichtbar ist. Entscheidend ist, ob die Beschwerden Ihren Alltag, Ihre Selbstständigkeit oder Ihre Sicherheit beeinträchtigen und ob die Operation voraussichtlich eine relevante Verbesserung ermöglicht.

Den Zeitpunkt legen Sie gemeinsam mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt fest. Ein starres Sehschärfen-Limit gibt es für die persönliche Entscheidung nicht; für bestimmte Tätigkeiten und die Verkehrstauglichkeit gelten jedoch verbindliche Anforderungen.

Alltag und Selbstständigkeit

Lesen, Bildschirmarbeit, Kochen, Treppensteigen oder das Erkennen von Gesichtern werden zunehmend schwieriger.

Blendung und Verkehr

Scheinwerfer, Gegenlicht oder Dämmerung führen zu störender Blendung und Unsicherheit – besonders beim Autofahren.

Messbarer Befund

Sehschärfe, Kontrastsehen und der augenärztliche Befund zeigen, dass die getrübte Linse die Beschwerden wesentlich erklärt.

Begleiterkrankungen

Netzhaut, Makula, Sehnerv und Hornhaut werden mitbeurteilt, weil sie das erreichbare Sehergebnis beeinflussen können.

Schritt für Schritt

So läuft die Kataraktoperation ab.

Die moderne Kataraktoperation wird meist ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt. Der konkrete Ablauf wird immer an Ihren Befund und Ihre gesundheitliche Situation angepasst.

01

Voruntersuchung und Planung

Wir untersuchen beide Augen, erfassen Ihre Sehziele und vermessen das zu operierende Auge für die Berechnung der Kunstlinse. Medikamente, Vorerkrankungen und Besonderheiten werden vorab besprochen.

02

Vorbereitung am Operationstag

Das Auge wird mit Tropfen erweitert, gründlich desinfiziert und steril abgedeckt. Die Betäubung erfolgt in der Regel örtlich; welche Form geeignet ist, wird individuell festgelegt.

03

Entfernung der getrübten Linse

Über einen kleinen Zugang wird die vordere Linsenkapsel eröffnet. Der getrübte Linseninhalt wird üblicherweise mit Ultraschall zerkleinert und schonend abgesaugt.

04

Einsetzen der Kunstlinse

Die gefaltete Kunstlinse wird durch den kleinen Zugang in den erhaltenen Kapselsack eingesetzt und entfaltet sich dort. Sie bleibt dauerhaft im Auge.

05

Kontrolle und Heimweg

Nach einer kurzen Kontrolle können Sie die Praxis in der Regel am selben Tag verlassen. Sie dürfen nicht selbst Auto fahren und sollten eine Begleitperson organisieren.

Während des Eingriffs können Sie Licht, Farben oder Bewegungen wahrnehmen. Einzelheiten der Operation sehen Sie normalerweise nicht. Bei Fragen zur Betäubung oder bei starker Unruhe sprechen wir vorab mit Ihnen über eine passende Lösung.

Ihre Operierenden

Kataraktchirurgie an zwei Berliner Standorten.

Voruntersuchung, Operationsplanung und Nachsorge werden auf Ihren Befund abgestimmt. Der operative Eingriff erfolgt bei uns durch Tomas Engels oder Dr. med. Claudia Mahraun, F.E.B.O.

Tomas Engels, Facharzt für Augenheilkunde
Operateur · Savignyplatz

Tomas Engels

Facharzt für Augenheilkunde

Tomas Engels führt Kataraktoperationen in unserem ambulanten OP-Zentrum am Savignyplatz durch.

Standort Savignyplatz
Dr. med. Claudia Mahraun, F.E.B.O., Fachärztin für Augenheilkunde
Operateurin · Greifswalder Straße

Dr. med. Claudia Mahraun, F.E.B.O.

Fachärztin für Augenheilkunde

Dr. Mahraun führt Kataraktoperationen an unserem ambulanten OP-Standort in der Greifswalder Straße durch.

Standort Greifswalder Straße
Individuelle Beratung

Linsenoptionen im Überblick

Welche Kunstlinse sinnvoll ist, hängt von Hornhaut, Netzhaut, Sehnerv, Sehgewohnheiten, Beruf, Hobbys und Ihren persönlichen Erwartungen ab.

Unser Ziel ist keine pauschale Empfehlung, sondern eine ehrliche und individuelle Linsenberatung.

01Bewährte BasisversorgungMonofokale asphärische StandardlinseEin Brennpunkt für klares Sehen in einer gewählten Entfernung – häufig in der Ferne.

Für andere Entfernungen, insbesondere zum Lesen, wird meist weiterhin eine Brille benötigt. Die asphärische Optik kann bestimmte Abbildungsfehler reduzieren und ein stabiles Kontrastsehen unterstützen.

Im MVZ Ihre Augenärzte ist die Standardlinse eine monofokale asphärische Intraokularlinse. Sie steht als klare Linse oder mit Blaufilter zur Verfügung und wird nicht als kostenpflichtige Premiumlinse berechnet oder vermarktet.

02Bei HornhautverkrümmungTorische LinseEine torische Linse kann eine relevante regelmäßige Hornhautverkrümmung ausgleichen.

Sie besitzt zusätzlich zur normalen Linsenwirkung eine zylindrische Korrektur. Damit kann sie helfen, die Fernsicht ohne Brille zu verbessern und die Brillenabhängigkeit zu reduzieren.

Wichtig sind die genaue Vermessung der Hornhaut und die präzise Ausrichtung im Auge. Bei unregelmäßiger Hornhaut oder bestimmten Hornhauterkrankungen muss individuell geprüft werden, ob diese Linse geeignet ist.

03Mehr ZwischenbereichMonofokal-Plus-LinseEine weiterentwickelte monofokale Linse, die den nutzbaren Sehbereich etwas erweitern kann.

Insbesondere das Sehen im Zwischenbereich, zum Beispiel am Bildschirm, kann unterstützt werden. Die optischen Nebenwirkungen liegen häufig näher an denen einer klassischen Monofokallinse als bei stärker multifokalen Linsen.

Eine Lesebrille ist in der Regel weiterhin erforderlich.

04Erweiterte TiefenschärfeEDOF-LinseEDOF steht für Extended Depth of Focus und beschreibt einen verlängerten Fokusbereich.

Der nutzbare Sehbereich kann über die reine Ferne hinaus erweitert werden – besonders für Bildschirmarbeit, Armaturen, Kochen oder Alltagssituationen in mittlerer Distanz.

Eine EDOF-Linse kann die Brillenabhängigkeit reduzieren, ersetzt aber nicht zwingend die Lesebrille. Blendung, Halos oder reduziertes Kontrastsehen sind möglich und werden vorab offen besprochen.

05Mehrere EntfernungenMultifokale LinseMultifokale Linsen verteilen das Licht auf mehrere Brennpunkte und können verschiedene Sehbereiche unterstützen.

Ziel ist eine möglichst geringe Brillenabhängigkeit. Die Lichtverteilung bedeutet zugleich einen optischen Kompromiss: Halos, Blendung, Lichtkränze oder reduziertes Kontrastsehen können besonders bei Dunkelheit auftreten.

Multifokale Linsen sind nicht für jedes Auge geeignet. Eine gesunde Netzhautmitte, geeignete Hornhaut und realistische Erwartungen sind besonders wichtig.

06Ferne, Mitte und NäheTrifokale LinseTrifokale Linsen unterstützen drei Sehbereiche und können eine hohe Brillenunabhängigkeit ermöglichen.

Der Vorteil ist ein breiter Sehbereich. Da Licht auf mehrere Bereiche verteilt wird, können Kontrastsehen, Dämmerungssehen und Nachtsehen beeinträchtigt sein.

Halos und Blendempfindlichkeit werden vor der Entscheidung offen und individuell besprochen.

Freiwillige Zusatzleistung

Erweiterte präoperative Diagnostik

Zusätzlich zur gesetzlichen Versorgung bieten wir eine erweiterte Diagnostik an. Sie dient einer genaueren Operationsplanung, einer besseren individuellen Beratung und einer realistischen Einschätzung des zu erwartenden Sehergebnisses.

Für beide Augen zusammen160,00 €

Die Kosten werden vorab schriftlich erläutert. Die Zusatzdiagnostik ist freiwillig und wird klar von der gesetzlichen Versorgung abgegrenzt.

Die präoperative Diagnostik wird auf Grundlage definierter GOÄ-Positionen berechnet. Weitere Informationen finden Sie im FAQ.

Eine medizinisch notwendige Kataraktoperation ist nicht davon abhängig, dass Sie eine freiwillige Zusatzdiagnostik oder eine besondere Linse wählen.

01

Optische Biometrie

Präzise Vermessung des Auges zur Berechnung der Kunstlinse und der angestrebten Zielrefraktion.

02

Makula-OCT

Hochauflösende Schnittbildaufnahme der Netzhautmitte. Sie zeigt Veränderungen, die das spätere Sehergebnis beeinflussen könnten.

03

Hornhaut-Topographie und -Tomographie

Darstellung von Form, Regelmäßigkeit und Krümmung der Hornhaut – besonders wichtig bei Hornhautverkrümmung und individuellen Linsenoptionen.

04

Endothelzellmessung

Die Endothelzellmessung beurteilt die Zellschicht an der Innenseite der Hornhaut. Sie hilft einzuschätzen, ob die Hornhaut über ausreichende Reserven verfügt und ob ein erhöhtes Risiko für eine verzögerte Hornhautaufklarung nach der Operation besteht.

Heilung & Sicherheit

Nachsorge, Chancen und mögliche Risiken.

Die Kataraktoperation ist ein sehr häufig durchgeführter Eingriff. Dennoch bleibt sie eine Operation im Augeninneren und erfordert sorgfältige Nachsorge sowie eine persönliche Risikoaufklärung.

Nach der Operation

Das unterstützt die Heilung

Das Sehen kann zunächst verschwommen sein und sich über mehrere Tage weiter stabilisieren. Leichtes Fremdkörpergefühl und erhöhte Lichtempfindlichkeit sind anfangs möglich.

  • Verordnete Augentropfen genau nach dem persönlichen Tropfplan anwenden
  • Nicht am operierten Auge reiben oder drücken
  • Kontrolltermine zuverlässig wahrnehmen
  • In der ersten Zeit Wasser, Schmutz und Augen-Make-up vom operierten Auge fernhalten
  • Mit schwerem Heben, Sport, Schwimmen und Autofahren warten, bis es ärztlich wieder erlaubt ist
Realistische Erwartungen

Wovon das Sehergebnis abhängt

Die Operation beseitigt die getrübte Linse. Sie behandelt jedoch keine zusätzlichen Erkrankungen von Hornhaut, Makula, Netzhaut oder Sehnerv. Solche Befunde können das erreichbare Sehvermögen begrenzen.

Auch bei sorgfältiger Vermessung kann eine Restfehlsichtigkeit verbleiben. Je nach Linsentyp und Sehziel kann weiterhin eine Brille erforderlich sein.

Mögliche Komplikationen

Selten, aber wichtig zu kennen

Schwerwiegende Komplikationen sind selten, können aber das Sehen beeinträchtigen und weitere Behandlungen oder Eingriffe erforderlich machen.

Risiken im Überblick
  • Entzündung oder Infektion im Augeninneren
  • Vorübergehender oder anhaltender Anstieg des Augeninnendrucks
  • Schwellung oder Eintrübung der Hornhaut
  • Schwellung der Netzhautmitte (Makulaödem)
  • Einriss der Linsenkapsel oder unvollständige Entfernung von Linsenmaterial
  • Verschiebung oder selten notwendiger Austausch der Kunstlinse
  • Netzhautriss oder Netzhautablösung, besonders bei entsprechender Veranlagung
  • Verbleibende Fehlsichtigkeit und weiterer Brillenbedarf
Später mögliche Veränderung

Der Nachstar ist kein neuer Grauer Star.

Die natürliche Linse wird bei der Operation entfernt; ihre dünne Kapsel bleibt als Halterung für die Kunstlinse im Auge. Diese Kapsel kann sich Monate oder Jahre später eintrüben. Wenn dadurch erneut Schleiersehen oder Blendung entsteht, kann die zentrale Trübung meist ambulant mit dem YAG-Laser geöffnet werden.

Ihre Augen sind unser Anliegen

Wir beantworten Ihre Fragen.

Hier finden Sie verständliche Antworten auf die häufigsten Fragen zur Operation, Linsenwahl und Kostenaufklärung.

Was ist der Unterschied zwischen Grauem Star und Katarakt?

Es gibt keinen Unterschied. Katarakt ist der medizinische Fachbegriff, Grauer Star die geläufige deutsche Bezeichnung.

Muss eine Katarakt immer sofort operiert werden?

Nein. Eine Katarakt entwickelt sich meist langsam. Entscheidend ist, wie stark das Sehen im Alltag beeinträchtigt ist und ob eine Operation aus augenärztlicher Sicht sinnvoll erscheint.

Kann der Graue Star mit Tropfen behandelt werden?

Eine relevante Linsentrübung lässt sich nicht durch Tropfen dauerhaft beseitigen. Wenn das Sehen deutlich beeinträchtigt ist, ist die Operation die wirksame Behandlung.

Welche Linse ist die beste?

Es gibt keine Linse, die für jedes Auge und jeden Alltag gleichermaßen die beste ist. Entscheidend sind der medizinische Befund, Ihre Sehgewohnheiten und realistische Erwartungen.

Welche Linse passt zu mir?

Wir berücksichtigen unter anderem Hornhautverkrümmung, Netzhautmitte, Hornhaut, Pupillengröße, Blendempfindlichkeit, Beruf, Autofahren, Freizeit, Lesen und Ihren Wunsch nach Brillenunabhängigkeit. Eine Premiumlinse ist nur dann sinnvoll, wenn ihr Zusatznutzen zum Auge und zu Ihrem Alltag passt.

Ist eine Premiumlinse immer besser?

Nein. Eine Premiumlinse bietet bestimmte optische Zusatzfunktionen, ist aber nicht für jedes Auge geeignet. Entscheidend ist, ob der Zusatznutzen medizinisch und optisch sinnvoll ist.

Brauche ich nach der Operation noch eine Brille?

Das hängt von der gewählten Linse und vom individuellen Auge ab. Monofokale Linsen erfordern häufig weiterhin eine Brille für Nähe oder Zwischenbereich. EDOF- oder multifokale Linsen können die Abhängigkeit reduzieren, garantieren aber keine vollständige Brillenfreiheit.

Werden beide Augen am selben Tag operiert?

Üblicherweise werden die Augen an getrennten Terminen operiert. Den zeitlichen Abstand legen wir anhand des Befundes, des Heilungsverlaufs und Ihrer persönlichen Situation fest.

Wann sehe ich nach der Operation wieder klar?

Viele Menschen bemerken früh eine Verbesserung. In den ersten Tagen kann das Sehen jedoch noch schwanken oder verschwommen sein. Wie schnell es sich stabilisiert, hängt unter anderem vom Befund, der Hornhaut, der Netzhaut und dem individuellen Heilungsverlauf ab.

Was ist ein Nachstar?

Monate oder Jahre nach der Operation kann sich die hinter der Kunstlinse verbliebene Linsenkapsel eintrüben. Das ist kein erneuter Grauer Star. Wenn die Eintrübung das Sehen stört, lässt sie sich meist mit einer kurzen YAG-Laserbehandlung öffnen.

Kann eine Katarakt nach der Operation wiederkommen?

Die entfernte natürliche Linse kann nicht erneut eintrüben. Möglich ist jedoch ein Nachstar der verbliebenen Linsenkapsel, der anders behandelt wird als die ursprüngliche Katarakt.

Was kostet die erweiterte Katarakt-Voruntersuchung?

Die erweiterte präoperative Diagnostik kostet 160,00 Euro für beide Augen zusammen. Sie ist freiwillig und wird vorab transparent erläutert.

Kann ich auch ohne Zusatzdiagnostik oder Premiumlinse operiert werden?

Ja. Eine medizinisch notwendige Kataraktoperation wird nicht davon abhängig gemacht, dass eine freiwillige Zusatzdiagnostik oder eine Premiumlinse gewählt wird.

Was versteht man unter GOÄ-Aufschlüsselung?

GOÄ steht für Gebührenordnung für Ärzte. Darin ist festgelegt, wie privat berechnete ärztliche Leistungen abgerechnet werden. Die einzelnen Messungen werden nach festgelegten GOÄ-Positionen transparent aufgeschlüsselt. Vorher erhalten Sie eine verständliche Kosteninformation und können in Ruhe entscheiden.

Terminvereinbarung

Wir nehmen uns Zeit für Ihre Augen.

Buchen Sie Ihren Termin direkt online. Alternativ finden Sie bei unseren Standorten Telefon- und E-Mail-Kontaktdaten.

Online-Termin buchen